Ideenwerkstatt – SchülerInnen berichten!

Freitag, August 11th 2017 Kauergasse, Projektinfo

Noch bevor die WMS Kauergasse in die wohlverdienten Ferien ging, trafen wir eine Arbeitsgruppe aus sechs SchülerInnen zu einer „Ideenwerkstatt“ in Form eines Schulworkshops.

Bei diesem stellten uns die Kinder und Jugendlichen die Wünsche und Ideen für den neuen Vorplatz vor, die sie zuvor gesammelt und gezeichnet haben. Danach machten wir uns gemeinsam auf zur „Expedition Kauergasse“: Hier waren wir gemeinsam in der ganzen Gasse und am Schulvorhof unterwegs und markierten Orte, die uns gut bzw nicht so gut gefallen – und solche, die gefährlich sind. Zum Abschluss haben wir nochmal die wichtigsten Punkte in einer zweistündigen Ideenwerkstatt festgehalten.

 

1. Schritt: Wünsche und Ideen der SchülerInnen

Im Innenhof der WMS Kauergasse trafen wir die Arbeitsgruppe bestehend aus sechs Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren. Diese stellten uns zuerst all jene Wünsche und Ideen vor, die ihre MitschülerInnen schon für den neuen Vorplatz, aber auch für den Innenhof selbst gesammelt haben. Durch die tollen Zeichnungen und Präsentationen konnten wir uns einen guten Überblick verschaffen, was für die SchülerInnen wichtig ist:

  • Sitzgelegenheiten (z.B. Tische, Bänke, moderne coole Möbel wie z.B. „Enzis“)
  • Begrünung (Sträucher, Blumen, Bäume – aber nicht zu viel, damit es hell am Platz ist)
  • Fahrradabstellmöglichkeiten
  • Branding „Kauergasse – Powergasse“ (Schriftzug oder Logo groß und sichtbar an der Schule)
  • Weitere Ideen waren: WLAN, Trinkbrunnen, weicher Boden, Infotafel, Vordächer und eine Schaukel

Das sind sehr viele Vorschläge für die Neugestaltung des Vorplatzes, der täglich vor und nach der Schule ein Treffpunkt für die SchülerInnen ist. Und weil alles zusammen dort leider keinen Platz hat, haben wir durch ein Punktesystem die wichtigsten Wünsche ausgewählt. Jede/r SchülerIn durfte sechs grüne Punkte auf jene Wünsche kleben, die ihr oder ihm am wichtigsten sind. Dabei kam es zu dieser Reihung:

  • Coole Möbel, z.B. Enzis (7 Punkte)
  • WLAN und weicher Boden (jeweils 6 Punkte)
  • Graffiti-Wand (4 Punkte)
  • Blumen, Infotafel, Trinkbrunnen (jeweils 3 Punkte)
  • Vordach oder überdachte Sitze (jeweils 2 Punkte)

In einem Punkt war sich die Arbeitsgruppe jedenfalls einig:

Von der ganzen Schule ist der größte Wunsch, dass wir draußen, vor der Schule am Vorplatz Sitzmöglichkeiten haben. Also Tische und Bänke oder Baum-Sitzbank oder ähnliches. Egal was, aber wir brauchen was zum Sitzen, sonst sitzen wir am Boden.

Und:

Neue Schüler sollen beeindruckt sein, wenn sie den stylishen Vorplatz sehen!

 

2. Schritt: Expedition Kauergasse

Im zweiten Teil unseres Schulworkshops haben wir uns mit der Arbeitsgruppe auf Expedition begeben. Und zwar durch die gesamte Kauergasse und zum Schluss in den Vorhof beim Eingang zur Schule. Dazu haben wir Pläne, Stifte und Tafeln vorbereitet. Damit konnten die SchülerInnen Orte markieren, die ihnen gefallen bzw. nicht gefallen oder die für sie gefährlich sind. Direkt an den markierten Stellen haben wir uns die Einschätzung der Kinder und Jugendlichen angehört:

 

3. Schritt: Abschlussrunde im Innenhof

Nachdem wir so viele Eindrücke und Meinungen gesammelt haben, wollten wir das Wichtigste noch mal zusammenfassen. Dazu gingen wir wieder in den Innenhof, um in Ruhe den SchülerInnen, einem Lehrer und der Direktorin zwei wichtige Fragen zu stellen und Antworten darauf mitzunehmen:

Wie soll die Kauergasse nach der Neugestaltung aussehen?

Die SchülerInnen meinten:

Wenn die Kauergasse umgebaut ist, soll es mehr Platz für uns Schüler geben. Der Schulweg ist nämlich sehr eng, wir wollen sichere Straßenquerungen mit Zebrastreifen. Wir wollen mehr Blumen und bunte Wände.

Es soll ein Treffpunkt für die Schüler sein.

Hier können Enzis her, oder auch ein Trinkbrunnen.

Es soll entspannt und gemütlich sein.

Wir wollen auch im heißen Sommer Schatten haben.

Lehrer und Direktorin meinten:

Wir wollen besser nutzbare Freiräume für unsere Schüler, damit sie sich in den Pausen vom Unterricht entspannen können.

Wir brauchen breitere, offenere, einladende Wege für die SchülerInnen. Wir brauchen auch Platz zum Entspannen und einen einladenden Freiraum.

 

Was soll mit der Kauergasse auf keinen Fall passieren?

SchülerInnen meinten:

Sie soll nicht vollgestopft werden, auch der Vorplatz nicht.

Es sollen nicht überall Vordächer sein.

Wir wollen nicht, dass Kinder aus anderen Schulen zu uns kommen, es soll unser Platz bleiben.

Es soll bunt werden, aber nicht zu bunt. Nicht über sechs Farben.

Es sollen nicht zu viele Bäume kommen, sonst gibt es nur zu Schatten.

Der Lehrer meinte:

Es soll keine Durchzugsstraße werden. Eher eine verkehrsberuhigte Straße, als eine verkehrsreiche Straße. Am besten eine Wohnstraße oder eine Fußgängerzone.

 

Das Wichtigste, was wir aus der Ideenwerkstätte in die Planung mitnehmen:

Die Kauergasse und das Schulvorfeld sollen offener, einladender und sicherer werden!