Gemeinsam mehr erreichen: Wir lernen das Bildungsgrätzl kennen!

Montag, September 25th 2017 Projektinfo, Stadtteilcampus

Das Modell „Bildungsgrätzl“ haben wir euch schon vorgestellt. Nun lernen wir die Gesichter hinter den Einrichtungen und ihre jeweiligen Anliegen näher kennen.

Bei Kaffee und Kuchen trafen einander die LeiterInnen der vier Bildungseinrichtungen  des „Bildungsgrätzls Schönbrunn“, Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal und das Team von „Wir gestalten 15“ zum gegenseitigen Kennenlernen:

Die Direktorin der WMS KauergasseMarion Serdaroglu-Ramsmeier, hat das Treffen organisiert. Sie und Ihre Schule kennen wir bereits seit Projektbeginn, ihre Schule besuchen 250 SchülerInnen zwischen 10 und 14 Jahren insgesamt 11 Klassen.

Edith Schwarz, Direktorin der GTVS Reichsapfelgasse 30 stellte ihre Schule näher vor: GTVS steht für Ganztagesvolksschule, sie wird von 360 SchülerInnen zwischen 6 und 10 Jahren in 17 Klassen bzw. 24 Gruppen besucht. 41 LehrerInnen und 8 FreizeitpädagogInnen betreuen die Kinder an der Schule, die meisten SchülerInnen kommen aus der unmittelbaren Umgebung oder dem 15. Bezirk.

Ilse Appel ist die Leiterin des Kindergartens in der Dadlergasse, den 130 Kinder aus der Umgebung besuchen. Der städtische Kindergarten bietet Kleinkindergruppen bis 3 Jahre und Kindergartengruppen für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren – insgesamt sechs Gruppen. Das Team besteht aus 22 KindergartenpädagogInnen – männlich wie weiblich. Die Versorgung mit Freiräumen ist sehr gut, der Standort hat einen eigenen Gartenbereich und den Dadlerpark in unmittelbarer Nähe.

Das Bundesrealgymnasium und Bundesoberstufenrealgymnasium Henriettenplatz ist die größte Einrichtung im Bildungsgrätzl Schönbrunn. Gottfried Ellmauer berichtet, dass 600 SchülerInnen zwischen 10 und 18 Jahren 10 Klassen in der Unterstufe bzw. 16 Klassen in der Oberstufe besuchen. Die Kinder und Jugendlichen werden von insgesamt 70 LehrerInnen betreut. Die meisten SchülerInnen der Unterstufe kommen aus dem 12., 14., 15. und 16. Bezirk an die Schule, die SchülerInnen der Oberstufe kommen aus ganz Wien.

 

Verbindendes im Bildungsgrätzl

Im Gespräch und bei einem Workshop am Stadtplan haben wir die wichtigsten Orte, Wegeverbindungen und Problembereiche im Bildungsgrätzl verortet:

Kinder der WMS Kauergasse gehen täglich in die GTVS Reichsapfelgasse zum Mittagessen. Um diesen Weg sicherer zu gestalten wurde vom Bezirk bereits die Querung der Mariahilfer Straße verbessert, und auch die neue Kauergasse soll für mehr Sicherheit sorgen.

Die WMS Kauergasse stellt nachmittags Räume für die Jugendbetreuung von „Zeit!Raum“ und für die VHS Gratislernhilfe „Förderung 2.0“ zur Verfügung.

Der Kindergarten Dadlergasse ist eng mit der GTVS Reichsapfelgasse vernetzt: Der Kindergarten nutzt den Turnsaal der Volksschule, der Weg dorthin über die Oelweingasse ist sicher und attraktiv für die Kinder.

Das Gymnasium Henriettenplatz nutzt die Sporthalle in der Grimmgasse für den Turnunterricht. Der Weg dorthin über Reindorfgasse und Oelweingasse ist nicht immer optimal: Die Nutzung enger Gehsteige und das Queren stark befahrener Gassen mit ganzen Schulklassen ist eine Herausforderung.

Auch zwischen dem Veranstaltungsraum „brick 5“ und dem Gymnasium Henriettenplatz besteht eine Kooperation. Über das Projekt „get2gether“ besteht gemeinsam mit dem Seniorenwohnheim Oelweingasse ein Schach-Club.

…Die wichtigsten Orte und Wege im Bildungsgrätzl wurden gesammelt!

 

Ideen für das Bildungsgrätzl

  • Direktorin Edith Schwarz hat die Idee, dass die wichtigsten Wege zwischen den Einrichtungen, etwa zwischen ihrer Volksschule und der WMS Kauergasse zu markieren. Bunte Fußabdrücke wären eine Möglichkeit!
  • Alle LeiterInnen sind sich einig, dass das „Bildungsgrätzl Schönbrunn“ besser nach außen hin sichtbar gemacht werden soll. Ein „Merkzeichen“ im Stadtteil könnte auf die einzelnen Einrichtungen hinweisen – ein Anfang sind Tafeln mit dem gemeinsamen Logo, die im September an den Gebäuden angebracht werden.
  • Ein solches sichtbares Zeichen wird auch ein gemeinsames Schulfest im nächsten Jahr sein, wo alle Einrichtungen einen Beitrag zum ganztägigen Programm liefern werden.
  • Künftig sind mehr Kooperationen mit außerschulischen Organisationen gewünscht. Eine mögliche Zusammenarbeit oder ein verstärktes, gegenseitiges Nutzen von Räumen wäre mit der VHS Rudolfsheim-Fünfhaus möglich.
  • Der Schwendermarkt hat als Stadtraum für nahezu alle Einrichtungen eine große Bedeutung. Eine stärkere Nutzung dieses Platzes als Treffpunkt oder als „Begegnungszone“ mit den Menschen aus dem Bezirk ist künftig gewünscht.
  • Da alle Einrichtungen wenig Platz in den Gebäuden haben, wären zusätzliche, gemeinsam nutzbare Räume im Stadtteil eine Verbesserung. Für Bewegung, Spiel und Sport wären solche Räume notwendig, aber auch ein gemeinsames „Kreativ-Atelier“ in der Mitte des Bildungsgrätzels ist gefragt. Ein gemeinsam nutzbarer Raum könnte das Zentrum des Bildungsgrätzels darstellen und als Ort der Begegnung zwischen den vier Einrichtungen dienen.